So produziert man IRRE Ideen – die überzeugen

Kreativität ist trainierbar wie ein Muskel. Sie lässt sich anlocken, indem man Teams möglichst heterogen und interdisziplinär zusammensetzt, Raum für neue Gedanken schafft und Inspiration kanalisiert. So weckt man Kreativität im Alltag …

Zunächst einmal die gute Nachricht: Jeder kann kreativ sein. Es kommt auf die richtige Förderung an. Kreativität ist nicht Begabung – es ist Hirnarbeit. Und die lässt sich beeinflussen und entwickeln. Und nun die schlechte Nachricht: Es geht nicht von heute auf morgen. Ein bisschen Übung muss sein.

Wir bei KB&B haben internalisierte Prozesse, mit denen wir ganz routiniert kreativ werden. Vieles läuft automatisch, manches sogar unterbewusst ab. Aber was sagen denn die Forscher – wie kann man Kreativität produzieren? Der Mathematiker Jacques Hadamard erforschte schon im letzten Jahrhundert, wie neue Erfindungen entstehen. Er unterschied mehrere Stadien:

  1. Die Vorbereitungsphase mit der Informations- und Materialsammlung und der Klärung von Ziel und Problemstellungen.
  2. Die Inkubationsphase, also den Denkprozess, das eher unbewusste Finden einer Lösung.
  3. Das „Aha-Erlebnis“, allseits bekannt und auch Illumination genannt.
  4. Die Testphase, jetzt wird geprüft und erprobt.
  5. Die Bewertung des Ergebnisses.

Voll durchgeknallt

Schwedische Psychologen haben 1,2 Millionen Patientendaten ausgewertet und festgestellt, dass erfolgreiche Wissenschaftler, Tänzer, Fotografen und Autoren häufiger unkonventionell denken und besonders kreativ sind. Leider zeigte die Studie auch, dass sie öfter an psychischen Krankheiten leiden. Heißt das nun, dass die bei KB&B alle durchgeknallt sind?


Äh, nein. Die Studie bestätigt aber unseren Eindruck, dass die, die ohne Normgrenzen denken, den Kreativitätsprozess fördern, was zu besseren Ergebnissen führen kann. Bei kreativen Menschen zeigen die Hirnströme2, dass sich ihr Hirn quasi in einem Zustand der entspannten Wachheit befindet.
Gabi Haramina, Art-Direktorin bei KB&B – The Kids Group